Leben - Denken - Glauben

Bemerkungen zu Sein und Sinn

Böcker, Felix

Baden-Baden: Deutscher Wissenschafts-Verlag (DWV) 1. Auflage, 2006
Broschur, 98 Seiten, 150 x 210 mm

19.95 €* (34,90 SFr)
ISBN: 978-3-935176-59-0

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Seit etwa 300 Jahren, verstärkt seit der Jahrtausendwende, verändern sich Bedingungen und Einschätzungen des Lebens zum Teil von Grund auf. Existentielle Fragen zu Sinn und Sein werden gestellt, ihnen kann allenfalls durch Verdrängen ausgewichen werden. Viele Menschen sind verunsichert und von Angst befallen. Vor diesem Hintergrund will das Buch Antworten und orientierende Hilfen geben, um die Suche nach einem individuellen Sinn des Lebens zu erleichtern.

Grundwirklichkeiten des Menschen in seiner körperlichen Struktur, seiner Psyche, seinem Dasein in der Welt und mit den anderen sind die Basis, von der auszugehen ist. Diese drei Bereiche sind eng miteinander verbunden. Sie tragen und prägen das Leben. Der Mensch ist mehr als ein Tier. Er verfügt über Autonomie, eigenen Willen und Gestaltungskraft, er kann denken, kann seinen Lebensweg bestimmen. Dabei muß er sich an den neuen und schnell wandelnden Bedingungen des Lebens orientieren.

Das All, in dem die Menschheit lebt, verfügt über Dimensionen, gemessen an denen die Bedeutung des einzelnen auf die Größe eines Staubkornes schrumpft, dem lediglich ein Bruchteil einer Sekunde zur Verfügung steht. Die Hirnforschung glaubt an eine definitive Determination des menschlichen Daseins, hält das Gehirn für eine Maschine, die letztlich Freiheit im Denken und Handeln ausschließt. Pragmatische Philosophie glaubt, daß Glück und Spaß die eigentlichen Lebensziele seien. Die Theologie kann sich von vielen alten Ikonennicht trennen. Diesen Thesen tritt das Buch entgegen und stellt fest, daß der einzelne Wert und Würde hat, entscheiden kann nach eigenem Willen und eigenen Vorgaben. Er muß selbst nach Sinn und Ziel suchen.

Er trägt Verantwortung für sich selbst und die anderen. Er bewertet und nutzt die Realitäten unter den Bedingungen von Raum und Zeit, gestaltet sein Leben nach seinen persönlichen Vorgaben. Anfragen richten sich an die Naturwissenschaft und nachdrücklich an Philosophie und Theologie. Wer sich als Geschöpf erkennt und weiß, wird einen Schöpfer vermuten.

Zur Wirklichkeit des Lebens zählt der Tod. Über ihn findet sich in der physikalischen Welt nichts. Er kann, aber muß nicht das letzte sein. Glauben öffnet Grenzen. Im Buch wird versucht, das angedeutete Spektrum des Lebens auszuleuchten, Metaphysik einzubinden.

Böcker, Felix

1931 als drittes von sieben Kindern im Münsterland geboren, aufgewachsen in Iserlohn. Vater Nervenarzt. Nach dem Abitur 1953 in Iserlohn Studium der Humanmedizin in Köln, dort auch Promotion (1960) mit einer psychiatrischen Untersuchung (‚Böckertest') und Fachausbildung zum Arzt für Neurologie und Psychiatrie.

1971 Habilitation Universität Erlangen, 1975 bis Ende 1996 ärztlicher Direktor des Nervenkrankenhaus Bayreuth, apl. Professor seit 1977.

1973 erster Präsident der Deutschen Gesellschaft für Selbstmordverhütung.

1986/1987 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Nervenheilkunde.

Wissenschaftliche Schwerpunkte: organische Psychosen, Selbstmorde und Selbstmordversuche, Rehabilitation bei psychischen Erkrankungen, Schizophrenie, Leib-Seele-Problem, Organisation und Probleme psychiatrischer Versorgungseinrichtungen, Kunst psychisch Kranker. 125 wissenschaftliche Publikationen (1999: Wenn die Seele streikt, Monographie zur Information von Patienten und Angehörigen über Psychiatrie und psychische Krankheit).

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