Behavioral Finance und Market Making.

Verhaltenswissenschaftliche Erklärungsansätze für die Preisbildung an Wertpapiermärkten

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An zahlreichen Wertpapiermärkten, an denen Aktien und Optionen gehandelt werden, sind professionelle Händler beauftragt, kontinuierlich verbindliche Kauf- und Verkaufsangebote an potentielle Nachfrager zu geben, um für alle interessierten Marktteilnehmer jederzeit einen sofortigen Handelsabschluss zu ermöglichen. Die Aufgabe solcher Market Maker erscheint komplex und das tägliche Arbeitsumfeld volatil. Dabei wird eine möglichst enge Spanne zwischen dem gebotenen Kauf- und Verkaufspreis erwartet, während ein Market Maker selbst diese Geld-Brief-Spanne eher breiter stellen möchte, um sich gegen verschiedene Risiken des Handels zu schützen und einen möglichst großen Handelsgewinn zu erzielen.

Im Fokus dieser Arbeit steht das Aufgabenfeld solcher Market Maker vor dem Hintergrund einer bislang überraschenderweise kaum gestellten Frage: Inwieweit agieren diese Kapitalmarktteilnehmer bei der Erfüllung ihrer Aufgaben rational im Sinne der neo-klassischen Finanzierungstheorie und wo können verhaltenswissenschaftlich motivierte Erklärungsansätze eine überlegene Abbildung der real beobachtbaren Handlungsweisen dieser Kapitalmarktakteure bieten?

Eine Untersuchungslinie besteht aus einem ausführlichen Literaturüberblick zu relevanten modelltheoretischen und empirischen Arbeiten. Die andere umfasst zwei empirische Studien. In der ersten Studie werden Market Maker zu ihrer Risikowahrnehmung befragt und ihre Risikoeinschätzung in Bezug gesetzt zu Informationsausstattung und individuellen Faktoren wie Erfahrung, Stimmung und Selbstkonzept. Es wird nachhaltige Evidenz für Overconfidence bei professionellen Wertpapierhändlern gefunden, die nicht durch Geschlecht oder Erfahrung, aber über Lebensalter und Bildungsgrad erklärt werden können. Hieraus werden Implikationen für die Personalabteilungen von Investmentbanken abgeleitet.

In der zweiten Studie werden behavioristische Determinanten für Geld-Brief-Spannen am deutschen Aktienmarkt gesucht. Konkret wird analysiert, ob sich das Wetter als eine die Stimmung der Market Maker beeinflussende Variable isolieren lässt.

Auflage

1. Auflage

Umschlag

Broschur

Jahr

2006

Maße

150 x 210

Seiten

470