Republik in guten Händen?

Leistungsschwächen des politischen Personals in Deutschland

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An der politischen Klasse in Deutschland scheiden sich die Geister. Was die einen für eine unvermeidliche Professionalisierung halten, kritisieren andere als Abkopplung privilegierter Kostgänger. Fest steht, daß sich politische Karrieren in Deutschland stark angeglichen haben. Ein bestimmter Politikertyp herrscht vor. Frauen und Männer, die von der Politik leben, weisen viele berufsbiographische Gemeinsamkeiten auf.

Indessen ist das Vordringen ausschließlicher Berufspolitiker in Ämtern und Parlamenten von Widersprüchen begleitet. Das politische Personal muß sich zunehmend dem Vorwurf stellen, Anforderungen und Erwartungen nicht gerecht zu werden. Immer wieder belegen Fälle finanzieller Vorteilsnahme, wie sehr Eigeninteressen innerhalb der politischen Klasse zuweilen verfolgt werden. Magere Regierungsergebnisse lassen ein gutbezahltes und zahlreiches, aber wohl nicht ausreichend qualifiziertes Personal erkennen. Für viele Bürger stimmt die Leistung ihrer gewählten Vertreter nicht mehr. Berufspolitikern schlägt in Deutschland eine Welle des Mißtrauens entgegen.

Dieses Buch nennt drei Gründe für den Niedergang der politischen Klasse: das Vertretungsmonopol unzeitgemäßer Parteien, eine Personalrekrutierung nach anderen Maßstäben als der Leistung sowie das Fehlen politischer Sanktionen. Damit steht Deutschland vor der Aufgabe, ein ausgedientes Repräsentationsmodell zu überwinden. Dafür hat die Kommunalpolitik erste Zeichen gesetzt. Durch direkte Entscheidungsrechte der Bürger und parteilose Amtsträger gewinnt dort die Politik Bodenhaftung zurück. Überdies können sachpolitische Auflagen und Befähigungsnachweise für das politische Personal helfen, daß man oben besser umsetzt, was von unten verlangt wird.

Auflage

1. Auflage

Umschlag

Broschur

Jahr

2001

Maße

150 x 210

Seiten

121