Hitlers friedliche Nachkommen

Das deutsche „Sonderdenken“: Historisch überlieferte Denkmuster in Politik und Gesellschaft

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Die kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte in der Debatte um den deutschen „Sonderweg“ ergab zwar keinen zwangsläufigen kausalen Zusammenhang zwischen bestimmten historischen Fehlentwicklungen und dem Nationalsozialismus; es konnte aber ein spezifisches „Sonderbewußtsein“ festgestellt werden, das einen wesentlichen Faktor für die allgemeine Akzeptanz der nationalsozialistischen Ideologie darstellte. Viele der damit zusammenhängenden Denkweisen haben die gesamte politische und gesellschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik mitgeprägt, ihre Institutionen, politische Struktur und öffentliche Meinung beeinflußt. Trotz radikaler Absage an Traditionen des Nationalismus und Militarismus und des allgemeinen gesellschaftlichen Wandels waren bestimmte historisch überlieferte Haltungen, Denkmuster und Verhaltensweisen weiterhin wirksam oder tauchten in verschiedenen Kontexten immer wieder auf. Von Bedeutung sind dabei nicht so sehr die sich allmählich wandelnden oder auch verschiedenen Trends unterliegenden politischen und gesellschaftlichen Ansichten, sondern die formale Struktur des deutschen „Sonderdenkens“, die sich trotz anderer, sogar entgegengesetzter Inhalte kaum geändert hat.

Auflage

1. Aufl.

Umschlag

Broschur

Jahr

2016

Maße

148 x 210

Seiten

324