Macht ist ein gewaltiger Urtrieb, dem der Mensch nicht widerstehen kann, der ihn vereinnahmt, ihn mitreißt, ihm völlig neue Perspektiven aufzeigt. Wenn der Mensch früher oder später auch erkennt, wohin Macht ihn treibt; es ist dann meist zu spät, von ihr abzulassen. Je stärker sie wird, desto ausgelieferter ist er ihr. Allmählich leistet er ihr keinen Widerstand mehr. Er folgt ihr blindlings, auch wenn er erkennt, dass sie ihn in den Untergang führt.
Karl Mittermaier folgt den Auswüchsen der Macht und untersucht, ob die Philosophie im Gang der Geschichte auf Politik und Wirtschaft, aber auch Gesellschaft und Religion, überhaupt auf die Gesellschaft, einen entscheidenden Einfluss nehmen konnte und nimmt. Nicht zuletzt stellt er fest, dass vor dem Hintergrund der Macht Religion die stärkste Konkurrentin der Philosophie ist, obwohl beide einander nicht ausschließen müssen. Oft ist es ein schmaler Grat zwischen religiösem Glauben und philosophischer Erkenntnis.







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