Die Reisen des Ritters Chardin nach Persien und in andere orientalische Länder

Aus dem Französischen übersetzt, ausgewählt, kommentiert und herausgegeben von Sibylla Walser Schuster

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Jean Baptiste Chardin kam am 16. November 1643 in Paris als Sohn einer hugenottischen Familie von Juwelieren und Goldschmieden zur Welt. Sein Vater erzog ihn sorgfältig, sorgte für eine solide Schulbildung und ließ ihn den in der Familie üblichen Beruf des Juweliers erlernen. Im Jahr 1664/1665 brach Chardin im Alter von etwa 21 Jahren zum ersten Mal mit seinem Partner Raisin nach Persien und Indien auf. Er kehrte 1670 zurück, machte sich aber im folgenden Jahr wieder auf die Reise. Chardin durchquerte das Mittelmeer, einen Teil der Türkei, das Schwarze Meer, die kaukasischen Länder und Armenien, um dann in Persien als Hoflieferant seinen Geschäften nachzugehen. Beinahe sechs Jahre verbrachte er sodann teils in Isfahan, der damaligen Hauptstadt, teils auf Geschäftsreisen in den verschiedenen Provinzen des großen Reiches und führte ein genaues Tagebuch. Er lernte vielerlei Menschen kennen, ließ sich wissbegierig über Sprache, Geschichte, Literatur und Religion des Landes unterrichten und führte Buch über die Geschehnisse am Hof des Schahs. Auch Kontakte mit anderen Reisenden und vor allem Kaufleuten der verschiedenen Ostindischen Kompanien werden geschildert, und nicht zuletzt beschreibt Chardin die Auswirkungen der europäischen Politik, die er auch im Orient zu spüren bekam. Schließlich verließ er Persien, um nach Indien zu reisen und dort sein eigentliches Ziel, den Diamantenhandel, fortzuführen. Er kehrte im Jahr 1680 mit einem Vermögen in edlen Steinen nach Europa zurück. In Frankreich hatte sich damals schon die Lage der Hugenotten so verschlechtert, dass er sofort seine Auswanderung nach England in Gang setzte. Dort lebte er, geadelt und in guten Verhältnissen, bis zu seinem Tod im Jahr 1713. Seine Schriften gab er 1686 und 1711 heraus. Die Tagebücher der zweiten Reise, die 1711 gedruckt wurden, sind Gegenstand dieser Übersetzung.

Jean Baptiste Chardin was born in Paris on November 16, 1643 as the son of a Huguenot family of jewelers and goldsmiths. His father brought him up carefully and ensuring that he received a sound education and training him in the common family profession of jeweler. In 1664/65, at the age of 21, Chardin left for the first time together with his partner, Raisin, for a trip to Persia and India. He returned in 1670, but set out again on a journey in the following year. Chardin crossed the Mediterranean, a part of Turkey, the Black Sea, the Caucasian countries and Armenia to finally arrive in Persia where he began a business as a purveyor to the court. For nearly six years, he lived in Isfahan, the capital at that time, and travelled to various provinces of the large country on business trips. During those six years, he wrote a precise journal. He became acquainted with many different groups of people and was ambitious to learn about languages, literature and religions of the country while keeping an account of the occurrences in the court of the Shah. He also wrote about contacts to other travelers and merchants of the East-India companies as well as consequences of European politics which he experienced even in the Orient. Finally, he left Persia and travelled to India in order to pursue his actual goal of trading diamonds. In 1680, he came back to Europe with a wealth of gems. Yet, in France the conditions for the Huguenots had already worsened so much that he immediately emigrated to England. He lived there, ennobled and in wealth until his death in 1713. He published his writings in 1686 and in 1711. This translation covers the diaries from the second journey, published in 1711.

Auflage

1. Aufl.

Umschlag

Hardcover

Jahr

2015

Maße

170 x 240

Seiten

715