Doktor Eisenbarth (1663-1727). Ein Meister seines Fachs

Medizinhistorische Würdigung des barocken Wanderarztes zum 350. Geburtstag

Schießl, Ludwig / Gerabek, Werner E. / Jähne, Manfred / Nerlich, Michael / Richter, Thomas / Weißer, Christoph

Baden-Baden: Deutscher Wissenschafts-Verlag (DWV) 1. Aufl., 2013
Hardcover, 366 Seiten, 170 x 240 mm

34.95 €* (54,95 SFr)
ISBN: 978-3-86888-064-9

Jetzt bestellen: x


Der aus Oberviechtach im Oberpfälzer Wald stammende barocke Wanderarzt Johann Andreas Eisenbarth alias „Doktor Eisenbarth“ (1663–1727) zählt auch 350 Jahre nach seiner Geburt im kollektiven Volksbewusstsein immer noch zu den bekanntesten Figuren deutscher (Medizin-)Geschichte. Jedoch ist sein Ruf trotz der – zu Beginn des 20. Jahrhunderts einsetzenden – intensiven und systematischen Beschäftigung mit seinem Leben und Wirken nach wie vor geprägt von dem um 1800 in Studentenkreisen entstandenen Spottlied „Ich bin der Doktor Eisenbarth, kurier’ die Leut’ nach meiner Art“. Darin wird der Okulist, Bruch- und Steinschneider als Quacksalber, Kurpfuscher und Scharlatan, der sich skurriler und anrüchiger Behandlungsmethoden bediente, dargestellt. Diese Verunglimpfung hat dazu geführt, dass Eisenbarth nicht selten für eine „Sagengestalt“ gehalten wird. Dabei war er genau das Gegenteil des Zerrbilds, nämlich ein äußerst kompetenter Mediziner und geschäftstüchtiger Pharmazeut am Übergang von der handwerklichen zur wissenschaftlich-akademischen Chirurgie. Um diesen Sachverhalt, d. h. den „realen“ Eisenbarth, stärker in den Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit zu rücken, wurde die vorliegende Monographie zum Eisenbarth-Jubiläum 2013 verfasst. Das Ziel der Autoren, allesamt ausgewiesene Fachleute auf ihrem Gebiet, besteht darin, Doktor Eisenbarth nachhaltig ins rechte Licht zu rücken und seine Stellung in der Medizingeschichte als Meister seines Fachs ausführlich zu beleuchten sowie sachbezogen und objektiv zu würdigen, um damit einen wesentlichen Beitrag zu einer wissenschaftlich fundierten Eisenbarth-Forschung zu leisten.

Schießl, Ludwig

Dr. phil. Ludwig Schießl M.A.
Studiendirektor am Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach
1. Vorsitzender des Doktor-Eisenbarth-Arbeitskreises International
Am Schützenheim 5, 92526 Oberviechtach
E-Mail: schiessl.ovi@hotmail.de

Gerabek, Werner E.

Prof. Dr. phil. Dr. med. habil. Werner E. Gerabek
Professor für Medizingeschichte an den Universitäten Würzburg und
Regensburg; Wissenschaftsverleger
Deutscher Wissenschafts-Verlag (DWV)
Postfach 110135, 76487 Baden-Baden
E-Mail: gerabek@dwv-net.de

Alle beim DWV erschienenen Titel:

Jähne, Manfred

MR Priv.-Doz. Dr. med. habil. Manfred Jähne
Augenarzt
Chefarzt der Augenklinik am Klinikum Aue/Sachsen von 1978 bis 2007
Seminarstraße 22e, 08289 Schneeberg
E-Mail: dr.m.jaehne@t-online.de

Nerlich, Michael

Prof. Dr. Michael Nerlich
Leiter der Abteilung für Unfallchirurgie
Universitätsklinikum Regensburg
Franz-Josef-Strauß-Allee 11, 93042 Regensburg
E-Mail: michael.nerlich@ukr.de

Direktor der Klinik für Unfallmedizin
Caritas-Krankenhaus St. Josef
Landshuter Straße 65, 93053 Regensburg
E-Mail: mnerlich@caritasstjosef.de

Richter, Thomas

Dr. rer. nat. Dr. phil. Thomas Richter
Apotheker und Germanist
Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie (DGGP)
Kastanienstraße 7, 97084 Würzburg
E-Mail: drs.richter@t-online.de 

Weißer, Christoph

Dr. med. Christoph Weißer
Chirurg – Unfallchirurg, Lehrbeauftragter für Geschichte der Medizin
Klinik für Unfall-, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie
Universitätsklinikum Würzburg
Oberdürrbacher Straße 6, 97080 Würzburg
E-Mail: christoph.weisser@web.de

Alle beim DWV erschienenen Titel:

Medizin, Heilkunde, Medizingeschichte, Barock, 17. Jahrhundert, 18. Jahrhundert, Bader, Wundarzt, Wanderarzt, Chirurg, Landarzt, Okulist, Bruchschneider, Steinschneider, Handwerkschirurg, Oberviechtach, Geschichte der Medizin, Pharmazie, Apotheke, Augenarzt, Augenheilkunde, Pharmazeut, Hann. Münden, Lorenz Heister