Die mesopotamische Medizin aus ärztlicher Sicht

Haussperger, Martha

Baden-Baden: Deutscher Wissenschafts-Verlag (DWV) 1. Aufl., 2012
Broschur, 340 Seiten, 148 x 210 mm

39.90 €* (64,90 SFr)
ISBN: 978-3-86888-041-0

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Obwohl es viele Hinweise auf die Existenz einer ausgezeichneten, wissenschaftlich betriebenen Heilkunde im Alten Mesopotamien gibt und reichliches Textmaterial vorhanden ist, sind wir über sie nicht gut unterrichtet, weil zu wenig Notiz von ihren Erkenntnissen genommen wurde und sie durchzogen war von magischen Handlungen und Beschwörungen. Die vorliegende Studie stellt in Keilschrift überlieferte Textserien vor, die sich mit ärztlichen Untersuchungen und Krankheitskomplexen verschiedener Körperregionen befassen. Die Texte werden übersetzt und erläutert. Der Bestimmung der Erkrankung folgen jeweils eine Besprechung von Diagnose, Therapie und Prognose der mesopotamischen Ärzte und eine Beurteilung der angewandten Methodik und Medikation aus heutiger ärztlicher Sicht. Wenn sie auch in ihrer Form mit der Zeit verfeinert wurden, so zeigt sich dabei doch, daß sich das damals entwickelte Untersuchungsschema und die durchgeführten Behandlungsarten bis in die Gegenwart erhalten haben. Die empirische Medizin beginnt nicht mit Hippokrates, sondern hat ihren Ursprung im Alten Mesopotamien.

Haussperger, Martha

Die Internistin Dr. med. Dr. phil. Martha Haussperger wurde 1956 in Medizin und 1989 in Vorderasiatischer Archäologie promoviert. Sie ist eine durch zahlreiche Veröffentlichungen ausgewiesene Expertin für Keilschriftliteratur, insbesondere auf dem Gebiet der mesopotamischen Heilkunde. Mehr als 25 Jahre lang nahm sie an Ausgrabungen in der Region des antiken Zweistromlandes teil. Für die Ergebnisse ihrer Forschungen über die mesopotamische Medizin erhielt sie 1999 den Akademiepreis der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

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